Eine Frage, die zur Zeit anscheinend viele Schulen beschäftigt:
Sollen wir unseren Vertretungsplan im Internet einsehbar machen?
Viele Schulen befürchten, dass sie mit einem online Vertretungsplan die Türe für Personen aufstoßen, die Profile und Statistiken über Lehrer und deren An- / Abwesenheit erstellen wollen. Doch egal ob der Vertretungsplan im Internet abrufbar ist, oder “nur” im Schulgebäude: Wenn jemand (z.B. Eltern) wissen wollen welcher Lehrer wie oft krank ist, oder Ähnliches, dann kann er es herausfinden (auch ohne den Vertretungsplan online!).
Grund zur Sorge vieler Schulen bietet hier anscheinend die mögliche Erstellung von An-/Abwesenheitsprofilen einzelner Lehrer. Aber mal ganz im Ernst: Wenn ein Elternteil solch eine Statistik erstellen will, dann geht das doch mindestens genauso einfach, indem er sein Kind fragt, was ausfällt und welcher Lehrer fehlt. Schliesslich ist die Schule kein “nichtöffentlicher Raum”. Die meisten Schulgebäude können auch durch schulfremde Personen ohne weiteres betreten werden. Der Vertretungsplan ist heutzutage innerhalb von Sekunden abfotografiert, und mit handelsüblicher Texterkennnungssoftware könnte man den Vertretungsplan ganz simpel auswerten.
Was ich an dieser Stelle verdeutlichen möchte, ist, dass ich nicht glaube, dass es Personen gibt, die, aus jeglichen welchen Gründen auch immer, irgendwelche Profile / Statikstiken erstellen. Sollte es diese Art Personen geben – bitte melden! ![]()
Falls es so jemanden wirklich gibt, dann kann er das auch ohne Vertretungsplan online.
Insofern sehe ich diesen Grund für die Ablehnung eines online Vertretungsplans als unbegründete Panikmache an. Es werden genügend Möglichkeiten geboten, um den online Vertretungsplan vor neugierigen Blicken zu schützen und somit das Erstellen von Profilen und Statistiken schier unmöglich zu machen. (Mehr zu den Möglichkeiten in Bälde)
Damit birgt der online Vertretungsplan definitiv keine größere Gefahr als sein Pendant im Schulgebäude.
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