Ja oder nein? Was sind die Gründe dafür und welche sprechen dagegen.
Ein Gästebuch auf der Schulhomepage soll Besuchern der Seite die Möglichkeit geben, sich darin zu verewigen. Vielerorts wird das Gästebuch allerdings missbraucht. Da werden munter Lehrer beleidigt und beschimpft, Schüler tragen Streitigkeiten auf der Schulhomepage aus, und wieder andere verwenden das Gästebuch als Ersatz für den Chatroom.
Dies alles ist natürlich nicht im Sinne des Betreibers. Doch was kann dagegen unternommen werden?
Zuerst sollte der Benutzer auf den Sinn des Gästebuches hingewiesen werden. Dies kann durch einen kurzen Text geschehen, der vor dem Verfassen eines Beitrages eingeblendet wird. Darin wird dem Nutzer geschildert, dass Lob und Kritik, Grüße und Ähnliches ausdrücklich erwünscht sind. Gleichzeitig wird er aber auch darum gebeten, Einträge, die beleidigend sind oder nur zu Werbezwecken dienen, zu unterlassen.
Allein dieser Text wird höchstwahrscheinlich die Wenigsten davon abhalten, im vermeintlichen Schutz der Anonymität, sämtliche Regeln des respektvollen Miteinanders einzuhalten.
Daher sollte zusätzlich deutlich gemacht werden, dass die IP-Adresse des Benutzers mit dem Eintrag übermittelt und gespeichert werden kann. Damit kann in Extremfällen der Anschlussinhaber ermittelt werden. Diese Androhung schreckt schon einige ab.
Trotz der oben aufgeführten Möglichkeiten sollte es jemanden geben, der das Gästebuch moderiert. Denn mit einer Moderation wird sichergestellt, dass nur wirklich sinnvolle Beiträge an die Öffentlichkeit gelangen. Der Aufwand hierfür ist jedoch um einiges größer, da das Gästebuch mindestens ein Mal täglich auf neue Beiträge, die auf eine Veröffentlichung warten, überprüft werden sollte. Der Moderator prüft die eingegangenen Beiträge und legt manuell fest, welcher in das Gästebuch kommt oder in der Versenkung verschwindet.
Es mangelt an Zeit zur manuellen Überprüfung? Eine weitere Möglichkeit ist das Verwenden eines Gästebuchs, bei dem der Nutzer seine Emailadresse angeben muss und an diese Emailadresse dann eine Bestätigungsmail gesendet wird. Der Nutzer muss zur Aktivierung seines Beitrags dann noch auf einen Bestätigungslink klicken, damit der Eintrag im Gästebuch erscheint. Damit wird sichergestellt, dass der Benutzer seine tatsächliche Emailadresse angeben muss und damit die Anonymität gebrochen wird.
Wie man sieht gibt es also durchaus Möglichkeiten, das Gästebuch vor sinnfreien und beleidigenden Beiträgen zu schützen. Bei dem Wunsch nach einem Gästebuch auf der Schulhomepage ist es empfehlenswert einen Testlauf zu starten. Doch auch hier kann es sein, dass viele Monate alles gut geht und plötzlich das Gegenteil eintritt.
Ich persönlich halte die manuelle Moderation für am sinnvollsten, da man damit auch die volle Kontrolle über das Gästebuch und seinen Inhalt behält.
Welche Erfahrungen gibt es bisher? Was meint ihr zu Gästebüchern? Über Kommentare zu diesem Thema würde ich mich freuen.
Kommentar schreiben