So ein Zufall, da schreibe ich seit langer Zeit mal wieder einen Beitrag, zu einem Thema das nicht so ganz direkt mit dem Vertretungsplan zusammenhängt und einige Tage später wird genau über das Thema im Bundestag debattiert.
Daran erkennt man, dass das Thema Datenschutz in sozialen Netzwerken tatsächlich ein wichtiges Thema ist.
Der Artikel der Tagesschau gibt einen guten Überblick über die Möglichkeiten die zum Schutz der Privatsphäre beitragen können.

Besonders den Vorschlag eines standardmäßgigen “privaten” Profils, das nur für Freunde einsehbar ist, halte ich für sinnvoll. SIcherlich sind sich Nutzer bei der Anmeldung nicht bewusst, dass diese Einstellung momentan in den meisten Netzwerken erst noch getätigt werden muss und Profile normalerweise von vorneherein “öffentlich” sind.

Da komme ich an einen Punkt, den ich bei den großen Netzwerken noch vermisse: Wieso kann ich nicht genau festlegen, wer was über mich/von mir anschauen darf? Bei der Studivz-Familie darf man seine Freunde ja mittlerweile schon gruppieren, da wäre es doch praktisch, bspw. für einzelne Fotos festlegen zu können, Mitglieder welcher Freundschaftsliste das jeweilige Bild ansehen dürfen.

Mit gerade erklärter Funktion könnte man viel genauer steuern, welche Informationen wirklich jeder einsehen darf, was nur für enge Freunde bestimmt ist, und was auch entferntere Bekanntschaften ansehen dürfen.

Für einigen Wirbel hat ja vor kurzem die geplante AGB-Änderung von Facebook gesorgt. Die Änderung hätte bewirkt, dass auch nach dem Löschen des Accounts, bestimmte Informationen weiterhin in Facebook vorhanden gewesen wären. Die geplanten AGB konnten so interpretiert werden, dass alle verfassten und in Facebook veröffentlichten Inhalte in den Besitz von Facebook übergehen und auf unbefristete Dauer gespeichert werden können. Nachdem die geplante Änderung publik wurde und ein entsprechender Aufschrei durch die Community ging ruderte Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zurück und erläuterte die Hintergründe zu den geplanten Änderungen: Vom User versendete Nachrichten sollten auch nach dem Löschen des Accounts für die Empfänger noch verfügbar sein. Dies klingt natürlich plausibel, dennoch hätten die AGB in der geplanten Form Tür und Tor für zweifelhafte Verwendung der Daten geöffnet.

Ich kann allen Nutzern sozialer Netzwerke nur dazu raten, sich wirklich immer gründlich zu überlegen, welche Informationen ich preisgebe.

Den Ausgang der Debatte erwarte ich jedenfalls mit Spannung!

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